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Freitag, 25. Dezember 2009

SONGS DES JAHRES 2009!


Das Jahr 2009 ist fast vorüber. Und nach meinen "Platten des Jahres 2009", widme ich mich nun einmal meinen "Songs des Jahres"! Hier sind so einige zusammengekommen - deshalb fällt das Statement zu den einzelnen Songs entsprechend kürzer aus. Zudem sei erwähnt, das es hier (im Gegensatz zu meinen "Platten des Jahres 2009") lediglich eine NUMMERIERUNG gibt, und KEINE Platzierungen. Jeder der genannten Songs, könnte für sich separat als Song des Jahres gelten. Bei einer solchen Fülle an Songs, lässt sich viel zu schwer ein definitiv "bester" auswählen.


Also dann....enjoy the show! ;-)

1. Lady Gaga - "Pokerface"
Dieser feiste Dancefloor-Killer ist unweigerlich einer der größten Hits des Jahres - und vermochte sowohl Pop-, als auch Indie-Fans in Ekstase zu versetzen.




2. Arctic Monkeys - "My Propeller"
Der großartige Opener, des großartigen 3. Albums der einstigen Sheffield-Buben: denn jetzt sind Männer aus ihnen geworden.





3. Phoenix - "Lisztomania"
Einer der ultimativ tollsten Pop-Momente 2009: wie die Jungs aus Frankreich hier zu einem ewigen Hit ausholen, lässt einen warm um's Herz werden!




4. Gossip - "Heavy Cross"
Seit einem halben Jahr in den deutschen Singlecharts, und einer der Hit's des Jahres - höchst unerwartet, aber höchst verdient! Ein Kracher!





5. Pet Shop Boys - "Love Etc."
Die Gentlemen aus England sind in der Form ihres Lebens: mit der ersten Single ihres neuen Meisterwerks "Yes" lieferten sie einen ihrer besten Songs überhaupt ab! GROSS!!!




6. Black Eyed Peas - "Boom Boom Pow"
Ein geiler Elektro-Hip-Pop-Kracher, der auch zu Jahresende noch immer in Mark und Bein fährt!





7. Beyoncé - "Sweet Dreams"
Für einen kleinen geilen Ohrwurm ist Beyoncé ja immer zu haben, auch wenn sie auf Albumlänge langweilt. Das Konzept geht auch im Jahr 2009 auf - und liefert wenigstens mit "Sweet Drems" einen fetten Hit!




8. Bloc Party - "One More Chance"
Keiner brachte im Jahr 2009 die Mischung aus Eurodance und Indierock so treffend
und catchy und mitreißend auf den Punkt wie Bloc Party. Mein heimlicher Song des Jahres!




9. David Guetta feat. Kelly Rowland - "When Love Takes Over"
Eurodance, die 2te: Was David Guetta hier mit dem Ex-Destiny's Child vollbringt, hätte schon vor 15 Jahren die Party-Meute zum schwitzen gebracht! Und lässt Kelly Rowland im Jahr 2009 ihrer Ex-Kollegin Beyonce auf Augenhöhe begegnen!



10. Animal Collective - "Daily Routine"
Einer der überlebensgroßen, schillernden Psychedelic-Elektro-Art-Pop-Kaleidsokope des Jahres 2009 - oder wie die Beatles heute klingen könnten!





11. Kasabian - "Fire"
Mit ihrem 3. Album hat sich die UK-Band endlich gefunden: feistester Psychedelic-Pop mit Disco-Groove - und ihr bislang größter Hit! Ein Song der so richtig schön reingeht!




12. Editors - "Papillon"
Liefen sie zuletzt noch Gefahr in uninteressante Gefilde abzudriften, lieferten sie 2009 eben mal so DEN Song, den Depeche Mode gerne gemacht hätten!




13. Depeche Mode - "Wrong"
Aber auch sie haben es in diesem Jahr wenigstens auf der Vorab-Single richtig gemacht: das herrlich unterkühlte "Wrong" ist der stärkste DM-Song seit Jahren, aus dem leider schwächsten DM-Album seit Jahren!




14. Emiliana Torrini - "Jungle Drum"
Durch Heidi Klum's oberflächlichen Fleischbeschauungs-Blödsinn, wurde dieses bezaubernde Indie-Pop-Schmuckstück direkt an die Spitze der Charts katapultiert. Manchmal beweisen sogar die geschmacklosen Geschmack!



15. La Roux - "In For The Kill"
Die Eurythmics des 21. Jahrhunderts lieferten 2009 mit diesem Bastard-Wave-Pop einen der größten Hits der 80er nach! Großartig, melodisch und mitreißend!




16. White Lies - "To Lose My Life"
Wohl der verdienteste Hype des Jahres: die UK-Newcomer White Lies mit einem fantastischen Dark-Wave-Epos! "Let's Grow Old Together And Die At The Same Time" fordert die Jugend im Jahr 2009!




17. The Flaming Lips & MGMT - "Worm Mountain"
Welch einen grandiosen Psychedelic-Art-Kraut-Rock-Wahnsinn die beiden visionären Bands hier in den Orbit schießen, muss man erstmal erfassen. Hat man das, lässt es einen so schnell nicht wieder los! Fantastique!




18. Florence & The Machine - "Rabbit Heart (Raise It Up)"
Die an Vielseitigkeit äußerst reiche junge Dame konnte 2009 vor allem mit diesem Song überzeugen: eine DER großen, überraschenden und bleibenden Pop-Hymnen des Jahres!




19. The Game - "Better On The Other Side"
Nur wenige Tage nach dem schockierenden und plötzlichen Tod des "King Of Pop" Michael Jackson, lieferte The Game mit Hilfe von Chris Brown und anderen RnB-Größen, den ersten MJ-Tribute-Song. Rest In Peace, Michael!



20. Michael Jackson - "Thriller"
Natürlich darf in solchen Zeiten auch der King selbst nicht fehlen. Der erlebte posthum ein Comeback sondergleichen! 24 (!) Singles stiegen neu in die deutschen Charts ein. Der größte Hit davon im Jahr 2009: der 1983er Monster-Hit "Thriller"!



21. The Prodigy - "Omen"
Die "alte Techno-Tante" The Prodigy unterzog sich einer Verjüngungskur - sie holten den Big-Beat in die 00er, und lieferten ihren fettesten Hit seit "Firestarter" oder "Breathe" ab!




22. Grizzly Bear - "Two Weeks"
Feinster, tröstender, schillernder und beseelter Psychedelic-Hippie-Folk, das es einem warm um's Herz wird.





23. Keri Hilson - "I Like"
Die Dame die schon Songs für Britney schrieb ("Gimme More") und für Timbaland verhübschte ("The Way I Are", "Scream"), bot im Jahr 2009 einen der tollsten Mainstream-Pop-Songs überhaupt an!




24. Kings Of Leon - "Use Somebody"
Die Jungs sind nicht mehr zu stoppen - nach "Sex On Fire" im Jahr 2008 wieder so eine Hit-Granate, mit gleicher Massenwirksamkeit! Großartig!





25. Madonna - "Celebration"
Kann es die "Queen Of Pop" überhaupt wirklich schlecht machen? Im Jahr 2009 hat sie jedenfalls mit dem im Eurodance der 90er verwurzelten Dance-Pop-Kracher "Celebration" wieder mal ALLES goldrichtig gemacht!




26. Antony & The Johnsons - "Her Eyes Are Underneath"
Dieser herzwringende, zutiefst emotionale, traurige und von berückender Schönheit gesegneter Opener, fing die Qualitäten des meisterlichen Albums "The Crying Light" perfekt ein. Ein Kunstwerk!




27. Mando Diao - "Dance With Somebody"
Mit diesem feisten Britpop-Ohrwurm mit Disco-Groove, schafften die Jungs aus Schweden den ultimativen und massiven Durchbruch - und machten das Provinznest Borlänge endgültig zur aktuellen Britpop-Hauptstadt!




28. Passion Pit - "Sleepyhead"
Es ist eh schon schwer genug, dem ausfreakten Synthie-Pychedelic-Pop von Passion Pit zu widerstehen - bei dieser himmelhoch jauchzenden, schier perfekten Synth-Space-Pop-Offenbarung, ist es jedoch ein hoffnungslos Unterfangen!


29. Peter Doherty - "1939 Returning"
Der einstige Skandeleur und Drogen-Sorgenkind Peter Doherty lieferte hier die wohl schönste, traurigste und zu Herzen gehendste Singer/Songwriter-Ballade des vergangenen Jahres ab!




30. The XX - "Infintiy"
Welch atemberaubende Größe in dieser famosen Indie-Pop-Perle mit zart melancholischem Gesang, Chris-Isaak-Gitarren und einer Melodie zum niederknien steckt, sollte jedem sofort bewusst sein, der so etwas wie ein Herz in seiner Brust trägt. Für die Ewigkeit, und noch viel länger!



31. Empire Of The Sun - "We Are The People"
MGMT waren 2008 der Samstag, Empire Of The Sun im Jahr 2009 der darauffolgende Sonntag: wundervoll schwebender Pop der nach den Sternen greift - und dies ausnahmsweise auch allzu gerne darf!




32. Why? - "Against Me"
Weiss der Himmel, woher die Herren von Why? ihre beseelten Melodien nehmen. Mit dieser ausserweltlich schönen Psychedelic-Pop-Großtat ragten sie weit aus dem Jahr 2009 heraus!




33. Jamie T - "Castro Dies"
Dieser umtriebige, clevere junge Engländer steckt sie am Ende doch alle in die Tasche. Dieser Hit liefert genug Argumente, die diese These untermauern!




34. Julian Plenti - "Games For Days"
Der Interpol-Sänger Paul Banks lieferte in 2009 sein erstes Solo-Werk ab, und begegnet den Großtaten seiner Band auf Augenhöhe!





35. Lupe Fiasco - "Solar Midnite"
Bleiben wir bei all dem Hype mal ehrlich: das Beste an "Twilight" war bislang der Soundtrack! Und "New Moon" lieferte in diesem Zuge, mit dem Beitrag von Lupe Fiasco, wohl DEN HipHop-Kracher des Jahres, der aber ebenso auch Rock ist! Fantastisch!



36. Thom Yorke - "Feeling Pulled Apart By Horses"
Der Radiohead-Sänger zog uns 2009 mit dieser, ursprünglich für ein Radiohead-Album geplanten Kostbarkeit, wieder tief ins Meer der Gegensätze: in seiner Abstraktion fast ungreifbar, aber in seiner Erhabenheit unfassabar!



37. Monsters Of Folk - "Dear God"
Diese Supergroup der US-Indieszene um Conor Oberst, M.Ward und Jim James, ging ohne Ballast ins Studio, wollten einfach entspannt Songs aufnehmen. Und herausgekommen ist u.a. dies zum Himmel strebende Meisterstück, und eines der schönsten Folksongs des Jahres...



38. The Leisure Society - "We Were Wasted"
...um dessen Titel sich aber auch diese Newcomer mehr als verdient machten: eine Folk-Ballade bei der kein Auge trocken bleibt!





39. Fever Ray - "Seven"
Dieses Jahr führte uns die The-Knifes-Frontfrau als Fever Ray allein in dunkle Synth-Pop-Abgründe - und brachte auf dem schier großartigen "Seven" Björk und Kate Bush meisterlich auf den Punkt!




40. The Horrors - "Sea Within A Sea"
The Horros wuchsen in diesem Jahr, und auf ihrem 2ten Album, weit über sich hinaus, und lieferten eine Großartigkeit als erste Single: diesen hypnotischen, von Synthies untermahlten, getragenen 7-Minuten-Epos!
Der größte Shoegaze-Moment 2009!



41. Glasvegas - "You Are My Sunshine"
Wenn jemand in diesem Jahr euphorisch-melancholische, bis in den Himmel ragende Hymnen beherrschten, dann Glasvegas mit diesem Opener zu ihrem diesjährigen Debüt.




42. frYars feat. Dave Gahan - "Visitors"
Zum ausgehenden Jahr legt ein 20 Jahre junger Mann auf seiner Debütsingle perfekten 80s-Synth-Pop vor - und Depeche-Mode-Frontmann Dave Gahan hat sich förmlich aufgedrängt darauf mitsingen zu dürfen. Kein Wunder: wäre "Wrong" nicht gewesen, dies wäre der beste Depeche Mode-Song 2009!


43. Julian Casablancas - "11th Dimension"
Die famose, mit vom Italo-Disco entliehenen Synthies begeisternde, Solo-Debüt-Single des Strokes-Frontmannes, ist ein veritabler Hit - das Album hingegen leider gähnende Langeweile!




44. Cheryl Cole feat. will.i.am - "3 Words"
Was kommt dabei raus wenn sich Black-Eyed-Peas-Mastermind mit Girls-Aloud-Sängerin und "X-Factor"-Jurorin einlässt? Erstaunlich catchy Dance-Pop, der stark an die Früh-90er-Momente von Jam&Spoon gemahnt!



45. Dizzee Rascal feat. Armand Van Helden - "Bonkers"
Dizzee Rascal bleibt im HipHop relevant wie kaum ein anderer, und lässt einen ruppig dancigen Hit vom Stapel, der den Putz von der Decke rieseln lässt.




46. Morrissey - "I'm Throwing My Arms Around Paris"
Der exzentrische Ex-Smiths-Sänger holte Anfang des Jahres zu einer wahrlich zeitlosen Pop-Perle aus, die so einiges im Verlaufe des Jahres in den Schatten stellte. Groß!




47. Yeah Yeah Yeahs - "Head Will Roll"
Brachten sie einst neben den Strokes und den Libertines den Indierock zurück, stürmen sie nun den Dancefloor: catchy Disco-Rock der in die Beine geht! Die Blondie der 21. Jahrhunderts? Das auch!




48. Mumford & Sons - "Little Lion Man"
Die Mischung machts: mit biederem Namen und beseelt wunderbarem Folk-Rock, mausern sich Mumford & Sons zu einem der Newcomer des Jahres 2009!




49. Hot Chip - "One Life Stand"
Anfang 2010 gibts das neue, vierte Album der Elektro-Pop-Helden. Die Vorab-Single und Titelnummer der neuen Platte versüßt uns als funky melodischer Elktro-Synthie-Pop-Ohrwurm die Wartezeit und den kalten Winter!



50. Devendra Banhart - "16th & Valencia, Roxy Music"
Der einstige, rastlose Freakfolk des Hippie-Barden steht kurz vor der Heavy Rotation im Formatradio. Welch eine wunderbare Wandlung das sein kann, ist hier besonders gut nachzuhören!


Donnerstag, 24. Dezember 2009

Besprochen: CHERYL COLE - "3 WORDS"

Großbritanien zeigt mal wieder, das der Mainstream-Pop noch für Überraschungen gut ist - und liefert beinahe die britische Antwort auf Lady Gaga!

Nach dem ersten begeisterten Hördurchlauf, drängte sich mir der Gedanke auf, das ich, abgesehen von ihrem Beitrag zu will.i.am's Hit "Heartbreaker", noch nichts von dieser jungen Dame gehört hatte. Nicht schlecht überrascht war ich über das, was Wikipedia da ans Tageslicht brachte: Cheryl Cole ist Mitglied der britischen Popstars-Girlband Girls Aloud, und zudem Jurorin der mächtigen britischen Casting-Show "The X-Factor"! Erstmal nicht unbedingt Attribute, die einen wahren Musikliebhaber vor Freude aufspringen lassen. Nun legt sie aber ein Solo-Debüt vor, das zu weiten Teilen von Black-Eyed-Peas-Mastermind will.i.am produziert wurde! Herausgekommen ist eine Platte mit so manchem potentiellen Hit! Angefangen schon mit dem Opener, und der neuen, zweiten Single "3 Words" feat. will.i.am - ein getragen danciger Ohrwurm, der an den Euro-Dance der frühen 90er Jahre erinnert...so ca. Jam & Spoon! Desweiteren hitverdächtig: das tolle, an die ruhigen Momente von Lady Gaga gemahnende "Parachute", der catchy melodische, entspannte Ohrwurm "Heaven" feat. will.i.am, die großartige, einehmende Debütsingle und UK-No.1-Hit "Fight For This Love", der mitreissende Ohrfänger "Rain On Me", der wieder sehr geil eurodancige Ohrwurm-Kracher "Stand Up", die schlicht schöne, von Akkustikgitarre begleitete Midtempo-Ballade "Don't Talk About This Love" oder der elektronifizierte RnB-Dance-Pop-Hit "Boy Like You" feat. will.i.am, der auf einem genial gesetzten Sample aus Fleetwood Mac's "Little Lies" basiert! Ein extrem cooles, melodisches und knackiges Pop-Album, das dem Mainstream wieder ein kleines bisschen Glanz verleiht!

* * * *

Sonntag, 20. Dezember 2009

DIE BESTEN PLATTEN 2009 ! ! !

Nun ist es wieder soweit! Ein weiteres Musikjahr geht zuende - und was wäre ein anständiger Musik-Blog, ohne die besten Platten des Jahres zu kühren? Also nun hier meine ganz persönliche Auswahl!!!



20. SOLANGE KNOWLES - "SOL-ANGEL & THE HADLEY ST.DREAMS"
Dieses Album ist allein schon deshalb so spannend, weil man Zeuge wird, wie Solange Knowles ihre berühmte große Schwester Beyoncé künstlerisch deutlich in die Schranken weist. Eine großartige, atmende, authentische und prickelnde Soul-RnB-Pop-Platte legt sie hier vor - die sich nicht ,wie Beyoncé, stark am HipHop, sondern am klassischen Soul orientiert! Eine durchweg gelungene, melodisch fesselnde, frische, zeitlose und spannende Leistung!


19. EMPIRE OF THE SUN - "WALKING ON A DREAM"
Gibt es irgend jemanden dort draußen, an dem dieses schillernde, beherzte, und wohlig warme Stück Weltraum-Hippie-Future-Pop vorübergegangen ist? Das Duo aus Australien schuf hier ein solch liebliches Album, voll von großer Sämigkeit und Seufzerei, und einer Strahlkraft von mindestens 3 Sonnenaufgängen! Und mit solch glitzernd-schimmernden Hits wie "Standing On The Shore", "Walking On A Dream" oder "We Are The People" gehen sie fast bis an die Grenzen der Italo-Disco!


18. MANDO DIAO - "GIVE ME FIRE"
Lange hat es gedauert, bis zu Mando Diao's verdientem, endgültigen Durchbruch - das mit der Vorab-Single "Dance With Somebody" dafür umso heftiger ausfiel! Die Jungs waren plötzlich dort wo sie immer hingehörten: in den Stadien dieser Welt! Einziger Minuspunkt der Platte, ist die neu erschienene "Winter-Edition", die zusätzlich die neue Single "Nothing Wothout You" enthält: ein Kitschbrocken sondergleichen, mit überzuckerten Streichern & weiblichem Background-Geträller...was ja so gar nicht zu Mando Diao passt. Um diesen Song sollte jeder Fan tunlichst einen großen Bogen machen. Aber dennoch: die Tatsache, das sie auf ihrem nunmehr 5. Album noch immer mit einer derartigen Coolness, Lockerheit und Vielfältigkeit zu Werke gehen, und sowohl Garagenrock oder Motown-Soul, als auch 60s-Pop locker aus der Hüfte schiessen, macht dieses Album zu einem der Rock-Epen des Jahres 2009! Mindestens!



17. PET SHOP BOYS - "YES"
Auf ihrem 10. Album zeigen sich die Pet Shop Boys auf einem ultimativen Karriere-Hoch! Mit "Yes" haben sie ihr bestes Album, seit ihrem 1993er Meisterwerk "Very" geschaffen - das zudem mit "Love Etc." die beste Vorab-Single seit "Can You Forgive Her?" enthält! Ein buntes, warmes und schillerndes Synthie-Universal-Pop-Album, das Soul, Disco und Gitarrenpop zitiert! Das all das wieder mal in butterzarte, geschmeidige und weiche Melodien gehüllt ist, muss als barmherzige Bestimmung erkennen, wer begreifen will, was an "Yes" so groß ist!!!


16. PETER DOHERTY - "GRACE / WASTELANDS"
Jeder der Peter Doherty, Frontmann der Babyshambles, Ex-Frontman der Libertines
und Ex-Freund von Kate Moss, noch immer ausschließlich für einen durchgeknallten Drogen-Junkie und Skandal-Nudel hält, sollte dies Album hören - und sich eines besseren belehren lassen! Eine wundervolle, intime Singer/Songwriter-Platte zwischen gelassener Verzweiflung und grinsender Lebensfreude, die aber selbst in den luftigsten Momenten einer gewissen Grundmelancholie nicht entbehren kann! Ein Album zum verlieben, das mit "1939 Returning" zudem noch einen der Songs des Jahres inne hat! Ganz große Kunst!


15. ANTONY & THE JOHNSONS - "THE CRYING LIGHT"
Emotionen werden auf dem aktuellen Album von Antony & The Johnsons groß geschrieben! Eine schwebende, persönliche, zerbrechliche Pop-Offenbarung. Ein von herzerweichenden Melodien, zehrendem Weltschmerz, stiller Verzweiflung und berückender Schönheit beseeltes Meisterwerk, das gekommen ist um zu bleiben! Und das man noch in Jahren mit schmelzender Seele aus dem CD-Regal hervor holen wird!




14. MUMFORD & SONS - "SIGH NO MORE"
Vielleicht dauerte es ein paar Hördurchläufe um die wahre Erhabenheit und Größe dieser tief im Folk-Rock verwurzelten Songs, mit ihren voller Inbrunst und Stolz vorgetragenen Refrains voll und ganz zu erfassen. Aber sind die Perlen ihres Debüts erstmal im Ohr, wollen sie so schnell nicht wieder hinaus. Mit klassischem Instrumentarium aus Akustikgitarre, Akkordeon, Orgel, Banjo, Kontrabass und Fußtrommel machen sich diese jungen Männer mit dem altbackenen Namen auf, unsere Herzen höher schlagen zu lassen. Man möge sich nur Song-Perlen wie "The Cave", "Winter Winds", "I Gave You All", "Little Lion Man" oder "Awake My Soul" anhören und feststellen: hier drin steckt wahre Liebe und nicht weniger!


13. KASABIAN - "WEST RYDER PAUPER LUNATIC ASYLUM"
Was für ein Qualitätssprung, bedenkt man, das Kasabian mit ihrem vorangegangenen 2ten Album "Empire" unterwegs in eine sehr unsympathische Richtung waren. Doch zum Glück haben sich die Jungs gefangen, und liefern mit Elementen aus Rock, Britpop und Elektronik, mit einer lässigen Catchyness und Song-Grananten wie "Underdog", "Fire", "Where Did All The Love Go?", oder "Vlad The Impaler" ihr bislang bestes Album ab! Daumen nach oben!!!


12. FEVER RAY - "FEVER RAY"
Das erste Soloalbum von Karin Dreijer Andersson alias Fever Ray, Frontfrau der Band The Knife, führt in bedrohliche, dunkle und atmosphärische Soundlandschaften - und vereint auf ihren Pfaden die Essenz von björk'scher Futuristik, mit der spirituellen Grandezza Kate Bush's! Die 10 Synthiepop-Lieder nehmen mit, auf eine Reise in elektronisch infizierte, frostig unterkühlte und düstere Abgründe. Wenn man Glück hat, eine Reise ohne Wiederkehr!



11. JAMIE T - "KINGS & QUEENS"
Zwei Jahre nach seinem gefeierten Debüt "Panic Prevention", zeigt der smarte Engländer auf dem cleveren Nachfolger "Kings & Queens", das er es noch immer faustdick hinter den Ohren hat. Auch hier stellt er eine derartige Stilvielfalt zur Schau, das es einem zeitweilig gar die Kinnlade runterkrachen lässt. Diesen Jungen, der sich bereits den Ruf als "One-Man-Arctic-Monkey" erspielen konnte, kann man in keine Schublade stopfen, ohne das Arme, Beine, Kopf und Arsch zu allen Himmelsrichtungen heraus ragen. Und seine selbstbewusste und ungemein feiste Kombination aus britischen HipHop, Soul, Gitarrenpop und urenglischem Songwritertum, lässt auch hier wieder mal keine schwache Sekunde zu!




10. GOSSIP - "MUSIC FOR MEN"
Auf ihrem 2ten Album vertraut die Band um Beth Dito voll und ganz auf ihre Stärken - auf Discobass, schneidende Gitarren, trockene Drums, Keyboardriffs und Beth's kraftvolles Organ, das von Säuseln bis Krächzen die volle Bandbreite abdeckt. Und lernen, Dank Produzent Rick Rubin, mit ihren Kräften besser hauszuhalten! Heraus gekommen ist ein extrem fesselndes, tanzbares und catchy mitreissendes, bündiges und aufrechtes Album, mit dem sie Angst vor gar nichts haben müssen - auch nicht vor dem Monster-Hit "Heavy Cross", dem fast jeder Song der Platte auf Augenhöhe begegnet!


9. WHITE LIES - "TO LOSE MY LIFE"
Es war der gerechte Hype, der lange vor dem Debüt der jungen Engländer einsetzte - und mit diesem Album schließlich seine Legitimation erhielt! Jeder dieser dunkelgrau gefärbten, melancholisch düsteren und melodisch mitreissenden, Synth-getriebenen Goth-Wave-Pop-Epen, könnte eine potentielle Single abgeben! Selten konnte man es in diesen Tagen erleben, das Eingängigkeit und Bombast, Massentauglichkeit und tonnenschwerer Pathos, sich zu solchen musikalischen Höhen aufschwingen konnte, wie es diese beherzten jungen Männer hier vorleben. Eines der erstaunlichsten Debüt's in diesem Musikjahr!


8. JULIAN PLENTI - "JULIAN PLENTI IS...SKYSCRAPER"
Hinter Julian Plenti verbirgt sich das Alter-Ego von Interpol-Sänger Paul Banks, der unter dieser Identität sein Solo-Debüt beschliesst. Diese erlaubt nun auch den Vergleich zum einem Namensvetter. Julian Casablancas, Frontmann der Strokes, der ebenfalls dieser Tage sein Solo-Debüt vorlegte. Während dieser sich darin gefällt, ein und denselben Song in üppigem Soundbrei zu ertränken, legte Julian Plenti den Fokus deutlich auf die Songs! Und diese sind zu grandiosen, mitreissenden, melancholischen, treibenden, schwebenden, rotzigen oder epischen Hymnen geraten, die sich in ihrer Intensität, Präzision und Erhabenheit problemlos mit den Großtaten seiner Band Interpol messen lassen können.


7. PHOENIX - "WOLFGANG AMADEUS PHOENIX"
Das aktuelle Album der ausgefuchsten Franzosen vermag das Herz von Pop-Fans so hoch schlagen zu lassen, wie kaum ein anderes in diesem Abrechnungszeitraum. Mit welch einer wahren Spielfreude, Freude am Leben und zarter Melancholie im Herzen, sich die Jungs hier an beseelt wunderbarem Power-Pop, und zum quietschen bezaubernden New-Wave-Pop vergehen, lässt schon staunen. Nur um dann mitzuerleben, wie sie in allerhöchste Höhen schweben, und in perfekten Popsongs wie "Lisztomania" oder "1901" verglühen! Sie huldigen hier stets den überlebensgroßen Melodien, ohne dabei eine gewisse Experimentierfreude ausser Acht zu lassen. Unterm Strich ist ihnen ein wunderbares, schillerndes Pop-Meisterwerk gelungen! Wer im Herzen (noch immer) Teenager ist, wird zu dieser Platte springen uns singen, bis er nicht mehr kann!


6. LA ROUX - "LA ROUX"
Nicht wenigen wird sich beim Genuss dieser Platte der Vergleich mit den Eurythmics aufgedrängt haben. Zu offensichtlich sind die Paralelen, die auch gleichzeitig ihren Vorteil gegenüber der breitgefächerten 80s-Wave-Pop-Revival-Konkurenz offensichtlich macht: Elly Jackson & Ben Langmaid alias La Roux sind, ebenso wie seinerzeit die Eurythmics, so real wie New-Wave-Pop nur real sein kann! Zudem handelt es sich auch hier um ein männlich-weibliches Duo, bei der die Sängerin Elly Jackson, ebenso wie Annie Lennox von Eurythmics, ein sehr androgynes Auftreten an den Tag legt. Mit diesem hochmusikalischen, mitreissenden, von verzückend eingängigen bis unterkühlten Synthie-Hooklines durchsetzten Album, legen La Roux womöglich das Synthpopalbum des Jahres vor - und haben mit "Quicksand", "In For The Kill", "Bulletproof", "Fascination" oder "Tigerlilly", so manch veritablen Monster-Hit auf Lager! Und gleichzeitig ist es ein Album, das sich zwar mit dem New-Wave ganz deutlich einer musikalischen Modeerscheinung unterwirft, dem aber trotzdem eine erstaunliche Zeitlosigkeit inne wohnt! Diese Duo hat noch eine große Zukunft vor sich!



5. ARCTIC MONKEYS - "HUMBUG"
Es ist eine wahre Freude, der musikalischen Weiterentwicklung dieser genialen jungen UK-Band beizuwohnen! Der 60s-beeinflusste Brit-Rock der Jungs, der sich insbesondere auf ihrem 2ten Album "Favourite Worst Nightmare" (2007) deutlich manifestierte, bewegte The Last Shadow Puppets, das Nebenprojekt von Sänger Alex Turner, noch tiefer in den Zeitgeist der 60er, und mitten in den Summer Of Love einzutauchen. Was widerum nun auf das 3. Album der Arctic Monkeys abstrahlt: denn dies ist ein wahres Kaleidoskop an 60s-Psychedelic- und Surf-Pop, zeitlosen Melodien, wundebaren Harmonien, Seele, Leben und Ecken + Kanten! Wer allzu schmerzlich die rotzig treibenden Brit-Rock-Ohrwürmer ihres 2006er Debüts vermisst, hat wohl ihre magische Weiterentwicklung, zu einer der fesselndsten und wichtigsten Bands des jungen Britaniens verschlafen! Oder um es mit den Worten des MUSIKEXPRESS auszudrücken: "Das dritte Album der Sheffield-Buben ist ihrem Debüt ebenbürtig. Jede andere Meinung wäre wahrscheinlich HUMBUG!"
Dem ist nichts hinzuzufügen!


4. GRIZZLY BEAR - "VECKATIMEST"
Auf ihrem dritten Album begeben sich Grizzly Bear auf die Suche nach spiritueller Popmusik - und werden mit "Veckatimest" fündig. Kreiselnde, wunderbar konstruierte, hoch melodiöse Folk-Songs, die sich zu solchen Gewaltigkeiten auftürmen, die der Hörer erstmal erfassen muss! Ein wunderbares Folk-Pop-Manifest, dessen Erhabenheit weit abstrahlt! Und mit "Two Weeks" oder "Fine For Now" seien nur 2 der Klassiker genannt, die diese church of indie bewohnen! Ein Glaubensbekenntnis an die Pop-Musik!!!



3. THE FLAMING LIPS - "EMBRYONIC"
Die Musikgeschichte ist reich an Alben die im Jam entstanden. Doch nur wenige Ausnahmen vermochten dem Hörer selbige Freude beim hören zu machen, wie sie der Musiker beim Machen hatte. Das neue Album der Flaming Lips zählt dazu! Das besondere an diesem konzeptverdächtigen Doppelalbum ist, das eine düstere Grundstimmung über den Stücken schwebt, die mal bedrohlich in der Ferne lauert, um einen just im nächsten Moment in tiefe und dunkle Abgründe mitzureissen. Sie leben ihren Hang zum Experiment und zu bedrogt psychedelischen Klangkosmen ungezügelt aus, und verzichten weitestgehend auf gängige Songstrukturen und Konventionen. Dies ist atmosphärischer, ausgefreakter, im Krautrock, Jazz und Noise wurzelnder Weltraumpop, der ebenso MGMT und Portishead, wie auch Pink Floyd und David Bowie ist. Ein wahres Klangkunstwerk, dem mit jedem hören neue Facetten abzugewinnen sind - ein waghalsiger Trip, fern von Raum und Zeit!


2. ANIMAL COLLECTIVE - "MERRIWEATHER POST PAVILLION"
Auf dem neuen Album von Animal Collective, stellt sich nur eine einzige Frage: ist dies bereits ihr "Sgt. Pepper", oder befindet sich der sphärische Space-Pop der New Yorker Soundarchitekten noch im Anflug auf ihr ultimatives Meisterwerk? Wer hätte schon seinerzeit bei "Revolver", noch schwindelig vor Glück über diese Pop-Sensation, gedacht, das die Beatles schon bald mit "Sgt.Pepper" etwas erschaffen würden, das ihnen endgültig den Boden unter den Füßen wegreissen würde? Eine Frage, die nur die Zeit beantworten kann. Fakt ist in jedem Fall: Animal Collective haben mit ihrem 9. Album das wohl zukunftsweisendste, künstlerisch wertvollste, atmosphärisch fesselndste und gar beste Album des Jahres abgeliefert. Dies ist melodieverliebte, mit mehrstimmigem Harmoniegesang gesegnte Beatmusik, auf einem schwimmenden Teppich aus Synthezisern, Klangcollagen, Soundschnipseln, und Samples. Scheinbar unendlich viele Melodien greifen ineinander, vereinen sich, streben auseinander, drehen und kreiseln umeinander, und offenbaren immer wieder die wahrgewordenen Pop-Träume die sie beherbergen. Es ist groß, weit und zu allen Seiten offen - ein alle Sinne benebelndes Psychopopwerk.


1. THE XX - "THE XX"


Manchmal sind es gerade die zeitlosen, unaufgeregten, auf den ersten flüchtigen Blick gar beinahe unscheinbaren Platten, die dem Zahn der Zeit wiederstehen können, und mit jedem Hören ein wenig mehr von ihrer wahren Größe preisgeben! Auf ihrem Debüt offenbaren die jungen Londoner ihre postmoderne Umdeutung von RnB in atmosphärischen, bis auf die Knochen abgespeckten Songs, die keine Note zuviel kennen. Wahre Perlen offenbaren sich einem hier, zeitlose Klassiker von solch beständiger Intensität, die einem einen wohligen Schauer über jeden Zentimeter des Körpers jagen. Dem aufmerksamen Hörer offenbaren sich hier wunderbare Klein-Ode, entkernte Hymnen und zärtliche Epen, die in ihrer Verletzlichkeit tief in die Seele tauchen. Selten kann man miterleben, wie Fragilität von solch entrückter Schönheit in der Lage ist, Mauern nieder zu reissen, neue Horizonte zu eröffnen und eine sanfte Revolution loszutreten. Ein zeitloses Manifest der stillen Momente, die Kraft die in der Ruhe liegt. All dies, sowie zarter bis gelassener, beinah unbeteiligter Gesang, Atmosphäre und Chris-Isaak-Gitarren, machen aus diesem Album (das auch vom MUSIKEXPRESS zum "besten Album des Jahres" gekührt wurde) eines der größten Pop-Momente dieser Tage! Eine Pop-Macht im Jahrgang 2009!



Dienstag, 15. Dezember 2009

Besprochen: ANNIE - "DON'T STOP"

Wieder einmal zeigt uns der hohe skandinavische Norden, wie der Pop funktioniert! Fast so, als hätten Kylie Minogue und die Sugababes ihr erstes, tatsächlich relevantes Album geschaffen!

Knapp 11/2 Jahre musste die Welt nun auf das neue Album der norwegischen Elektro-Pop-Dame warten. Lange hielt ihr Majorlabel sie hin, was den Release der Platte anging, der bereits für Sommer 2008 geplant war! Es wurden Singles veröffentlicht, und Promo-Alben an Journalisten verschickt. Doch nach ewiger Hinhaltetaktik ihres Labels, holte sich Annie die Masterbander zurück, verzichtete im Gegenzug auf 3 Songs, packte 3 brandneue Songs dazu, und veröffentlichte es nun endlich auf ihrem neuen Label. Das wurde auch Zeit, denn es ist perfekt für jene, die Kylie Minogue oder die Sugababes im Grunde immer mögen wollten. Aber nicht konnten, aufgrund der zu starken Mainstreamfixierung! Dem setzt Annie nun ein spannendes, melodisches und catchy Elektro-POP-Album entgegen, das man einfach nur mögen kann! Schon der Opener "Hey Annie", der mit tribalen Beats, Spoken-Word-Passagen (die an Gwen Stefani gemahnen) und einem unwiderstehlich glöckelndem Refrain besticht! Oder der Dance-Disco-Pop-Kracher "My Love Is Better", der mit Sicherheit 2010 über dem Dancefloor explodieren wird! Ein weiteres Highlight besorgt sie mit der verträumt tänzlenden Perle "Bad Times", legt mit "Don't Stop" einen grandiosen, atmosphärisch getragenen Dance-Pop-Ohrwurm nach, verneigt sich mit dem Elektro-Popper "I Don't Like Your Band" vor Daft Punk, hypnotisiert mit dem Dance-Pop-Ohrwurm "Songs Remind Me Of You", stösst mit "Marie Cherie" in dunklere Gefielde vor, haut mit Alex Kapranos von Franz Ferdinand an der Gitarre den beschwingten Ohrfänger "Loco" hinterher, und kommt in "Heaven & Hell" ganz lieb im Motown-Stil daher! Ein sehr vielseitiges Album, das mit "The Breakfast Song" oder "When The Night" zwar auch kleine Hänger aufweist, aber im ganzen mehr als überzeugen kann.

Da müssen sich die Kyliebabes dieser Welt aber ganz schön warm anziehen!

* * * *1/2

Montag, 14. Dezember 2009

Besprochen: FRYARS - "DARK YOUNG HEART"

Zurück in die Vergangenheit: im Saft seiner Jugend, stellt Ben Garrett alias frYars die Diven der 80er nach!

Dies, was der nur 20 Jahre junge Mann aus London auf seinem Debüt anstellt, kann man zurecht einen erstaunlichen Einstand nennen. Eigentlich viel zu jung um die (wenigen, aber Existenten) Glanzzeiten der 80er miterlebt zu haben, verführt uns der brünette Lockenkopf auf "Dark Young Heart" mit feinstem, intelligentem 80s-Pop. Nicht, das er der einzige wäre, der jenes Feld beackert! Doch er ist der einzige, dem sich Depeche-Mode-Frontmann Dave Gahan förmlich aufgedrängt hat, auf seiner Debütsingle mitsingen zu dürfen. Nicht ohne Grund, wie man meinen darf: "Visitors" ist ein fabelhaftes Stück Synth-Pop, das fast mehr nach Depeche Mode klingt, als sie es selbst seit Jahren tun! Auch wenn seine Verneigung vor jenen Helden des Synthiepop auf seinem Debüt durchaus herauszuhören ist (man beachte auch den famosen, herzhaft angedüsterten Ohrwurm "Lakehouse"), gibt der junge Engländer hier verschiedene Facetten zum Besten! Er beherrscht klassischen Pop ("Jerusalem", "The Ides"), zitiert gekonnt The Smiths ("Of March"), beamt Patrick Wolf zurück in die 80er ("Olive Eyes"), klont die besten Seiten von Marc Almond ("Benedict Arnold") oder gemahnt an gar an Antony Hegart. Ein vielseitiges, stimmiges und intelligentes Pop-Album, das bestimmt einige Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird!
Zumindest hätte es das durchaus verdient!!!


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1/2

Samstag, 5. Dezember 2009

Besprochen: ALICIA KEYS - "THE ELEMENT OF FREEDOM"

Nach dem doch etwas überambitionierten Vorgänger "As I Am", ist Alicia Keys nun mit ihrem 4. Studioalbum zurück - und liefert ihr bisher mit Abstand bestes Werk ab!!!

Die 28jährige, mit bislang 12 Grammy's ausgezeichnete, Sängerin, Somgwriterin und Produzentin, kann sich mit Recht als eine der besten und ernstzunehmendsten Künstlerinnen im zeitgenössischen RnB bezeichnen! Zwar krankte ihr letztes Album "As I Am" (2007) an einer gewissen Angestrengtheit, und war irgendwie überambitioniert - doch auf ihrem neuen Werk ist von dem nichts mehr zu hören. Man hört die verschiedensten Stile, und doch klingt alles wie aus einem Guss. Nichts klingt angestrengt, alles scheint sich hier auf ganz natürlichem Weg zu finden, und zu einem strahlenden ganzen zusammenzufügen! Keinen einzigen schlechten oder überflüssigen Song gibt es hier zu hören! Ob nun die großartige Soul-Pop-Perle "Love Is Blind", die in Nuancen an Amy Winehouse gemahnt, die fantastische, hymnische erste Single "Doesn't Mean Anything", der großartige, einnehmende, soft 80s-infizierte Ohrwurm (und voraussichtlich 2. Single) "Try Sleeping With A Broken Heart", die liebliche, emotionale Pianoballade "That's How Strong My Love Is", das melodische und sexy getragene "Unthinkable (I'm Ready)", das soft vom Dub beeinflusste "Love Is My Disease", der von trommelnden Beats untermalte Uptempo-Kracher "Put It In A Love Song" im Duett mit Beyoncé oder das famos neu interpretierte "Empire State Of Mind Part II"!
Ein sehr tolles Album hat Alicia da abgeliefert!

Das mit Abstand beste ihrer bisherigen Karriere!!!

* * * *1/2